Testergebnis: Nachgewiesen
Da ich von mehreren Leuten gehört habe, dass ein PCR Test genauer sei, als die Antigen Selbsttests, die ich bisher verwendet habe, wollte ich bei einem Supermarkt die „Alles Gurgelt“ Tests besorgen. Dafür benötigt man aber einen QR Code. Daher habe ich bei einer Apotheke am Vormittag einen Test gemacht. Da bis zum Abend keine Ergebnis eingelangt ist und meine Halsschmerzen von der Vorwoche kaum mehr spürbar sind, bin ich wie geplant gelaufen. Als ich zuhause wieder angekommen bin, war die Benachrichtigung am Handy. Testergebnis: nachgewiesen. Ich war jetzt irgendwie nicht sonderlich überrascht, aber etwas skeptisch über die Zuverlässigkeit der Selbsttests, die ich bisher verwendet habe. Daher habe ich gleich einen solchen durchgeführt, schon auch mit dem Hintergedanken, „wer weiß, ob nicht der PCR Test falsch positiv war.“ Doch ich hatte auch am Selbsttest zum ersten Mal nicht nur einen Strich, der die Kontrollmarke darstellt, sondern darunter, anfangs nur blass, aber dann doch auch deutlich sichtbar, einen zweiten roten Strich auf der Ablesefläche.
Habe ich schon erwähnt, dass meine Mutter im Oktober 2020 an Corona verstorben ist? Meine Frau und ich, sowie unsere ältere Tochter, haben Corona von Anfang an sehr ernst genommen. Dass ich dann so unmittelbar davon betroffen sein würde, war damals noch nicht absehbar.
Ich bin mir sicher, dass ich selber bereits mindestens eine Corona Episode hatte, nämlich eine besonders frühe und zwar bereits in der ersten Jänner Woche 2020. In Südtirol hatte es ja bereits im Dezember 2019 einen Lockdown gegeben. Ich konnte mich in meinen damals knapp 55 Jahren nicht erinnern, dass zu Friedenszeiten eine Ausgangssperre in einer europäischen Stadt verhängt worden wäre und ein Notstand ausgerufen wurde.
Wegen meiner immer wiederkehrenden Beschwerden mit der rechten Hüfte, beim Trochanter und dem darüber befindlichen Schleimbeutel, musste ich immer wieder meine Laufambitionen einstellen. Im September 2019 hatte ich, so wie 2017, erneut einen Anlauf genommen und mein Trainingsprogramm, so wie ich es hier beschreibe, Schritt für Schritt auf und ausgebaut. In nur knapp über drei Monaten war ich wieder in der Lage, 5 km am Stück durchzulaufen. In der ersten Jänner Woche war es das Ziel, 6 km durchzulaufen. Ich war jedoch gerade mal in der Lage, nur einen Kilometer zu laufen und das mit über 20 Pulsschläge mehr, obwohl ich mit 8 min / km um eine Minute langsamer gelaufen bin, als zuletzt. Seit damals, war ich mit jedem schnelleren Schritt vollkommen außer Atem. Zusätzlich spielte mein Blutdruck verrückt, so, dass die Dosis meiner Blutdruck Medikamente um das vierfache gesteigert wurden.
Selbst wenn ich die kleine Strecke von der Rolltreppe bis zur Schnellbahn gelaufen bin, nur 40 bis 60 m, dann war ich vollkommen außer Atem und das Herz hat wie verrückt geschlagen.
Inzwischen haben sich meine gesundheitlichen Probleme wieder weitgehend normalisiert, einzig der Diabetes Wert macht mir etwas Kopfzerbrechen. Aber da es mit dem Laufen bzw. mit der Bewegung derzeit ganz gut klappt und ich auch vermehrt auf die Ernährung achte, bin ich guter Hoffnung. Da die Halsschmerzen von letzter Woche nur mehr minimal sind, glaube und hoffe ich auch, dass ich diese Corona Episode gut überstehe und dass ich mich eher bereits am Ende als am Anfang diese Ansteckung befinde.
Ergebnis und Auswertung:
Gelaufen bin ich wie geplant, 2x(200 + 100) m + 7x(300 + 200)m.
- Laufdistanz: 2.500 m
- JBZ bei 5 km = 9:04,3
Vorschau und Planung für die nächsten Einheiten:
Wenn es nach den heuten Lauf geht, würde ich die Ansprüche eher nach oben justieren. So wäre ein 400 m Intervall mit 400 m Gehpausen bereits jetzt eine Möglichkeit. Wegen dem Testergebnis, muss ich jedoch wahrscheinlich eine Pause einlegen. Die Überlegung ist, ob ich spät in der Nacht laufen könnte, wo ich keinen anderen Menschen begegne.